05. August 2023 – Öffentliche Pilzlehrwanderung
Öffentliche Pilzlehrwanderung
Pilzwandern im Jahr des Sumpf – Haubenpilzes
Durch die Düsterbecker Forst bei Wittenburg
Die heutige Lehrwanderung führte in den Grenzbereich der Landkreise Nordwestmecklenburg und Ludwigslust – Parchim. Das Revier südlich des Woezer Sees gehört zum Biosphärenreservat Schaalsee. Die Düsterbecker Forst wird von den Flüsschen Schilde und Düsterbeck durchflossen und steht auf meist sandigen Böden. Kein Wunder, denn allmählich streckt hier bereits die weiter südlich befindliche Griese Gegend ihre Fühler aus. Am 15. Juni letzten Jahres war ich hier zu einer Mittwochsexkursion unterwegs und fand den Rundweg, den ich damals gelaufen bin, recht interessant und abwechslungsreich. Schon damals reifte in mir der Gedanke, hier auch mal im Zuge einer Lehrwanderung unterwegs zu sein. Von Wismar zwar ein recht weiter Anfahrtsweg, aber das Gebiet gehört immerhin zum erweiterten Umkreis unserer Landeshauptstadt Schwerin, so dass bei günstiger Witterung, und die ist es derzeit ohne Frage, vielleicht einige Interessierte Pilz- und Naturfreunde zu mobilisieren sein könnten. Wir finden hier rasch wechselnde Waldtypen vor. Von Mischwäldern, über Nadelforste unterschiedlicher Altersstruktur bis hin zu Laubwäldern mit teils altem Buchenbestand. Feuchtgebiete entlang der Fließgewässer und Erlenbruchwälder. Trotz recht guter Wachstumsbedingungen fanden heute leider nur 5 Pilzfreundinnen und Freunde der Pilze den Weg zum Zielgebiet.

Wir wurden sogleich von zahlreichen Filzröhrlingen begrüßt. Hier sind es Falsche Rotfuß – Röhrlinge (Xerocomus porosporus). Sie dürfen in den Korb für Speisepilze wandern.

Ein Schwindling mit Kollar an Gräsern. Es könnte der Gras – Schwindling (Marasmius curreyi) sein. Nicht zu verwechseln mit dem Halsband – Schwindling, der an Holzresten wächst und dessen Lamellen auch enger stehen.

Und hier ist es ein Trommelstock oder Paukenschlegel, die junge und noch geschlossene Form des Riesen – Schirmpilzes (Macrolepiota procera), die die junge Dame hier in ihren Händen hält. Natürlich ein Speisepilz.

Stets unter Eiche, der Eichen – Milchling (Lactarius quercinus). Weißliche Milch, Hut meist gezont und mit Blattwanzen – Geruch. Ein Mischpilz.

Unter Birken an moorigen Standorten nicht selten ist der Wollstiel – Raufuß (Leccinum cyanobasileucum). Ein eher minderwertiger Speisepilz.

Exemplare mit beginnendem Goldschimmel sollten jedoch nicht mitgenommen werden. Sie werden ungenießbar und können sogar giftig wirken.
Wann startet die nächste Pilzwanderung? – Siehe unter Termine!